Wissenswert

Einige Zahlen

Die Gemeinden sind zuständig für den abwehrenden Brandschutz und die Hilfeleistung in ihrem Gebiet. Dazu haben sie eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten, zu unterhalten und einzusetzen.

Die Feuerwehren sind als Einrichtungen der Einheits- und Verbandsgemeinden in Sachsen-Anhalt eine tragende Säule der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr und stellen mit 31.900 ehrenamtlichen Einsatzkräften das größte Kontingent an Einsatzkräften. Sie sind für die Brandbekämpfung und Hilfeleistung zur Abwehr von Gefahren für Menschen, Tiere und Sachen sowie zum Schutz der Umwelt bei Unglücksfällen und Notständen zuständig.

Mit den Kinder- und Jugendfeuerwehren (12.990 Mädchen und Jungen) als Abteilungen zur langfristigen Nachwuchssicherung erfolgt auch eine allgemeine Kinder- und Jugendarbeit, die durch Angehörige der Feuerwehren zusätzlich wahrgenommen werden. Durch weitere weit über 12.000 Feuerwehrangehörige werden in anderen Abteilungen außerhalb des originären Aufgabenbereiches zusätzliche Angebote wie Musikzüge (836 Mitglieder) oder die Pflege historischer Fahrzeuge und Geräte im Sinne musealer Arbeit wahrgenommen. Sie stellen damit auch eine tragende Säule des kulturellen gesellschaftlichen Lebens dar.

Darüber hinaus engagieren sich - wie andere Bürger auch - Angehörige von Feuerwehren noch zusätzlich in Parteien, Wählergemeinschaften oder als Einzelbewerber auch in der Kommunalpolitik.

Die Feuerwehren sind mit originären Aufgaben und sonstigen Angeboten eine der am meisten gesellschaftspolitisch aktiven Säulen der Gesellschaft.

Land fördert Führerscheinerwerb

Zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Ortsfeuerwehren in Sachsen-Anhalt fördert das Land die Ausbildung zum Erwerb hierfür benötigter Führerscheinklassen. Die Maßnahme ist insbesondere für die Feuerwehren angedacht, die über ein entsprechendes Einsatzfahrzeug, aber nicht über genügend Maschinisten mit einem Führerschein der Fahrerlaubnisklasse C/CE, im Allgemeinen LKW-Führerschein genannt, verfügen.
Innenminister Holger Stahlknecht: „Wer für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Land tagtäglich einsteht, muss selber Sicherheiten erfahren. Ich freue mich daher außerordentlich, dass uns gelungen ist, mit diesem Sonderförderungsprogramm den Bedarfen der Feuerwehren im Land gerecht zu werden und die Einsatzfähigkeit weiterhin zu gewährleisten.“
Die Förderung, für die insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung stehen, ist für das kommende Jahr 2018 vorgesehen. Voraussetzung für die Förderung ist u. a., dass die Fahrerlaubnis der Klasse B (PKW) vorhanden ist. Empfänger der Zuwendung ist die jeweilige Einheits- oder Verbandsgemeinde als Träger der Feuerwehr.
Für jede Gemeinde sollen mindestens zwei Führerscheine gefördert werden. Die Zuwendung erfolgt als Festbetragsfinanzierung in Höhe von 1.000 Euro pro Führerschein. Bewilligungsbehörde ist das Landesverwaltungsamt. Anträge sind bis zum 30.04.2018 einzureichen.